Im Gespräch ist Christina Kunkel, Wirtschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung, Autoexpertin und Co-Host des Podcasts „Kennzeichen E". Anlass sind die Jahreszahlen von VW: ein um 44 Prozent eingebrochener Gewinn bei nahezu unverändertem Absatz und Umsatz sowie der angekündigte Abbau von 50.000 Stellen.

Kunkel ordnet ein, dass diese Entwicklungen nicht neu seien — Gewinneinbruch, sinkende Verkäufe und der Stellenabbau hätten sich bereits in den Quartalszahlen des Vorjahres abgezeichnet. Der Jobabbau erfolge über mehrere Jahre und ohne betriebsbedingte Kündigungen, sei aber notwendig, weil das Unternehmen weniger profitabel sei: Es verkaufe weiterhin relativ viele Autos, verdiene daran aber weniger, weil die Kosten zu hoch seien, das China-Geschäft schwächele und zugleich in Elektromobilität investiert werden müsse.

In der Lage werden die Folgen für die Zulieferer thematisiert; rund 800.000 Menschen in Deutschland leben laut Sendung von der Autobranche. Außerdem geht es um die spezifischen Probleme von VW, die Lage von Porsche — das im vergangenen Jahr nur rund 90 Millionen Euro Gewinn machte und 5 Milliarden Euro in neue Verbrennermodelle investieren will — sowie um die Zukunftsaussichten des Konzerns mit seinen Marken Audi, Škoda, Seat, Cupra, Bentley, Lamborghini und Porsche.