In einer früheren Folge war angegeben worden, Katherina Reiche sei vor ihrem Amtsantritt als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie bei EnBW tätig gewesen. Darauf hat EnBW per Zuschrift hingewiesen: Tatsächlich war Reiche zuvor Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, einer 100-prozentigen Tochter des Energiekonzerns E.ON. Bei EnBW war sie nicht tätig. Diese Darstellung wird im Podcast ausdrücklich als korrekt bestätigt.
In derselben Zuschrift weist EnBW zusätzlich darauf hin, auch in erneuerbare Energien zu investieren. Zugleich erklärt EnBW im wörtlichen Zitat, Speicher allein könnten die Versorgungssicherheit in längeren Knappheitsperioden und Dunkelflauten nicht gewährleisten; nötig sei über Stunden oder Tage kontinuierlich steuerbare Leistung unabhängig von Wetter und Tageszeit. Diese Aufgabe könnten Batteriespeicher technisch und wirtschaftlich sinnvoll nicht übernehmen, ein thermischer Mindestbestand an disponibler Leistung bleibe unverzichtbar. Das Wort „Gaskraftwerk" fällt in der Passage nicht.
Einordnung
Ulf räumt den ursprünglichen Fehler offen ein: Er habe in der Vorwoche falsche Erinnerungen gehabt, der Hinweis sei berechtigt.
Ulf kommentiert zugleich die Formulierung der EnBW-Stellungnahme: Das Wort „Gaskraftwerk" werde lieber nicht in den Mund genommen, sondern wie eine heiße Kartoffel umschrieben. Aus dem Zitat lasse sich aber erkennen, dass EnBW als Unternehmen eine klare Firmenpolicy festgelegt habe und für den Bau weiterer Gaskraftwerke stehe. Die im Podcast geübte Kritik sei im Ergebnis berechtigt.
Ulf ordnet die Frage, wie viele zusätzliche Gaskraftwerke wirklich nötig sind, als großen Streitpunkt ein. Eine kleine Menge werde es geben, einige existierten ohnehin schon. Ob darüber hinaus weitere gebaut werden müssten, sei aber offen und stark umkämpft.