Am vergangenen Wochenende hat ein Mann offensichtlich versucht, Präsident Donald Trump und weitere führende Regierungsmitglieder beim jährlichen Correspondents-Dinner in Washington zu erschießen. Das Correspondents-Dinner ist eine Veranstaltung des Hauptstadt-Korrespondentenvereins, der einmal im Jahr die Regierung und insbesondere den Präsidenten zu einem Dinner einlädt. Die Veranstaltung fand wie üblich in einem großen Hotel statt.
Dem Mann gelang es offensichtlich, mehrere Sicherheitsschleusen zu durchbrechen und bis auf wenige Meter vor den Eingang des Ballsaals vorzudringen. In dem Saal saßen über 2000 Journalistinnen und Journalisten sowie führende Regierungsmitglieder und Donald Trump. Dort fielen mehrere Schüsse, bevor der Mann gestoppt wurde. Ein Polizist wurde verletzt. Die Regierungsmitglieder einschließlich Präsident Trump wurden evakuiert, sind wohlauf und kamen mit dem Schrecken davon. Der Verdächtige sitzt inzwischen in Haft. Es handelt sich nach Trumps eigener Einordnung um mindestens den dritten Attentatsversuch auf ihn.
Einordnung
Ulf ordnet ein, dass das Thema nach einem solchen Überfall auf eine Spitzenversammlung des politischen Journalismus in Washington derzeit das Denken und die Schlagzeilen in den Vereinigten Staaten dominiere. Trump mache, was er am besten könne, nämlich PR, und versuche, den Attentatsversuch politisch zu nutzen. Trumps Argumentation laute, ein Präsident, der viel bewege, werde nun einmal schnell zum Ziel; in seinem neuen, noch nicht fertigen und viel kritisierten Ballsaal neben dem Weißen Haus wäre das nicht passiert.
Philip begründet, warum das Thema in der Lage kurz gehalten wird: Der Schütze lenke die Aufmerksamkeit eigentlich nur ab und werde politisch instrumentalisiert. Stattdessen lohne sich der genauere Blick auf die Entwicklungen im Nahen Osten.