KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini und Claude sind im Alltag angekommen. Schon länger lassen sich solche Modelle nutzen, um eigenen Quellcode auf Sicherheitslücken prüfen zu lassen. Vor einigen Wochen gab es dabei eine neue Qualitätsstufe: Die Firma Anthropic hat mit Claude Mythos ein sehr mächtiges Modell trainiert, das in bislang unbekannter Geschwindigkeit und Qualität Schwachstellen in Software findet. OpenAI hat ein ähnliches Modell. Anthropic hat Mythos bisher nicht öffentlich freigegeben und gibt es nur ausgewählten Partnerunternehmen, weil das Modell als so mächtig gilt, dass es zahlreiche Hacks ermöglichen könnte. Unternehmen mit Zugang finden damit reihenweise Lücken, auch in verbreiteter Alltagssoftware wie Firefox oder Chrome.

Aktuell wurde gemeldet, dass Anthropic die Bankenaufsicht über Risiken in Bankensoftware informiert habe. Zu diesem Themenkomplex war Sven Herpig zu Gast, Co-Host des Podcasts Cybernation und Sicherheitsforscher in Berlin.