Die re:publica, das Festival für die digitale Gesellschaft, fand erneut in Berlin auf dem Gelände der Station am U-Bahnhof Gleisdreieckpark in Kreuzberg statt, unweit des Landwehrkanals und neben dem Gleisdreieckpark gut erreichbar. Vorträge lassen sich später auf YouTube anschauen; vor Ort stand diesmal der Austausch mit Menschen im Vordergrund. Auch Mitarbeiterinnen des Lage-Teams, Nora und Caro, waren als Reporterinnen unterwegs.
Inhaltlich hervorgehoben wird ein Vortrag eines Rechtsanwalts zum Thema Providerprivileg, der sich auf Persönlichkeitsschutz und Hass im Netz spezialisiert hat und einen eigenen YouTube-Kanal betreibt; an dem Gespräch war auch seine Mitarbeiterin, ebenfalls Rechtsanwältin, beteiligt. Das Providerprivileg besagt, dass Plattformen die bei ihnen veröffentlichten Inhalte nicht vorab prüfen müssen, sondern erst nach einem Hinweis auf rechtswidrige Inhalte tätig werden müssen — das sogenannte Notice-and-Take-down-Verfahren. Vor 15 bis 20 Jahren galt diese Regel als Katalysator für das Wachstum großer Plattformen wie YouTube und diverser Social-Media-Plattformen; mit einer Vorabprüfungspflicht wären solche Netzwerke kaum groß geworden. Der Vortrag stellte die These auf, dass sich dieses Prinzip überlebt habe.

