Die Lage der Nation ist üblicherweise ein Politikpodcast aus dem Studio. Für diese Folge wird vom Format abgewichen: Die Aufnahme findet vor Ort beim Betrieb Nordwolle statt, gemeinsam mit dessen Geschäftsführer Marco Scheel.

Der Betrieb sitzt in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Dort arbeiten in erster Linie Näherinnen, die aus der Wolle diverse Pullover, Hosen und Jacken herstellen. Das Unternehmen hat plus minus 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Produziert wird unter dem Dach einer großen, früheren Scheune. Marco Scheel stellt klar, dass das Gebäude renoviert wurde: Es umfasst knapp 900 Quadratmeter und steht seit mindestens 200 Jahren an diesem Ort, die genaue Bauzeit ist unbekannt. Begonnen wurde vor etwa drei Jahren; seit rund zwei Jahren ist der Betrieb eingezogen. Es handle sich um eine lichtdurchflutete Industrieinstallation, die den Normen entspreche und beheizt sei — also keine zugige Scheune mehr.

Zwei Schwerpunkte sind vorgesehen: erstens die Verwaltung und die Konflikte des Betriebs mit ihr, zweitens die Perspektive eines Mittelständlers — wie es sich in Deutschland wirtschaftet als jemand, der etwas aufgebaut hat und weiter aufbaut.