Im Anschluss an den Fall des Unternehmers Marco Scheel geht es im Gespräch um die Frage, wie sich die Kultur in der öffentlichen Verwaltung verändern lässt. Beteiligt sind neben den Hosts der Landrat Tino Schomann und Marco Scheel selbst. Ausgangspunkt ist die Aussage des Landrats, die Verwaltung habe aus dem Konflikt eine Menge gelernt.
Der Landrat beschreibt, dass damals viel Vertrauen zerstört worden sei, das nicht einfach wiederherzustellen gewesen sei. Beide Seiten hätten daraus gelernt, auch das Bewusstsein in der Behörde habe sich verändert. Als Leitlinie für eine andere Verwaltungspraxis nennt er den Mut zur Entscheidung: Statt sich durch zahllose Bedenken und die Sorge vor möglichen Klagen lähmen zu lassen, müsse die entscheidende Frage lauten, ob eine getroffene Entscheidung vertretbar sei und ob man mit ihr leben könne.
Marco Scheel ordnet seinen eigenen Anteil ein: Auch die Art und Weise, wie er den Konflikt öffentlich kommuniziert habe, habe zur damaligen Situation beigetragen und zugleich dazu, dass auf Seiten der Verwaltung etwas gelernt worden sei. Er habe wiederholt den Rat erhalten, sich zurückzuhalten, weil die Behörden am längeren Hebel säßen.

